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Ein Ort stellt sich vor:
Birken - Honigsessen
Die Ortsgemeinde Birken-Honigsessen
mit den dazugehörenden Ortschaften Birkenbühl, Mühlenthal und
Unterbirkholz/Steckelbach sowie einigen anderen Höfen und Weilern liegt
im nördlichsten Teil des Kreises Altenkirchen, wo sich Westerwald,
Siegerland und Oberbergisches Land miteinander verbinden. Derzeit leben
in der zur Verbandsgemeinde Wissen gehörenden und ca. 1.800 Hektar
umfassenden Ortsgemeinde rund 2.600 Einwohner.
Die erste urkundliche Erwähnung
erfolgte am 29. Dezember 1505, die Gemeinde feierte somit im vergangenen
Jahr ihren 500. Geburtstag. Als Lehnsgut begann dann die Entwicklung des
Dorfes, es entstanden weitere Höfe. Fanden in früheren Zeiten die
Einwohner ihre Beschäftigung vornehmlich im Bergbau - Gruben Eisenhardt
und Geyersecke im Bereich der Ortsgemeinde -, so sind sie heute zumeist
in Industrie- und Gewerbebetrieben in den benachbarten Orten Wissen und
Morsbach beschäftigt. In Birken-Honigsessen selbst sind mehrere
Handwerks- und kleinere Industriebetriebe ansässig. Auch die Land- und
Forstwirtschaft sind nach wie vor von Bedeutung.
Die Ortsgemeinde besitzt jedoch im
wesentlichen den Charakter einer Wohngemeinde, hier seien beispielsweise
nur einmal die Neubaugebiete „An der Birkener Kapelle“, „Tiergarten“,
„Auf dem Suer“ genannt, wo in den letzten zwanzig Jahren über 160
Bauplätze ausgewiesen wurden. Ein entsprechender Einzelhandel zur
Abdeckung des täglichen Bedarfes ist vorhanden.
Im Jahre 1723
stiftete die Freifrau Anna Elisabeth zu Hatzfeldt die Kapelle zur Hl.
Elisabeth in Birken. In den Jahren 1929/1930 erfolgte dann der
grundlegende Um- und Neubau des Gotteshauses. Mit ihrer wohl
einzigartigen Zeltform ist die St.-Elisabeth-Kirche der besondere Stolz
der Ortsgemeinde. Sie ist das Werk eines großen Künstlers, erbaut nach
den Entwürfen des bekannten Kölner Diözesanbaumeisters Professor
Dominikus Böhm. Er verband den Kirchbau mit der Natur des Siegerlandes,
nicht anmutig und graziös, sondern herb und derb, ehrlich und gerade.
Beim Bau der Kirche in den dreißiger Jahren leisteten die Einwohner
sämtliche Bruchsteinarbeiten und die Anfuhr des Baumaterials ohne
Entgelt und bezeugten somit ihre innere Verbundenheit mit diesem Zelt
Gottes |